Zum Inhalt springen
Zurück zum Blog Google Maps Eintrag eines lokalen Unternehmens auf dem Smartphone, Google Business Profil einrichten
· Timo Maibach Google MapsLocal SEOKMU

Google Business Profil einrichten: Anleitung für KMU 2026

Jemand sucht «Treuhänder Bern», «IT-Support Zürich» oder «Beratung Basel». Google zeigt eine Karte mit drei Einträgen. Wenn du dort nicht auftauchst, hat dein Wettbewerber den ersten Handschlag schon gewonnen.


Das Google Business Profil ist kein nettes Zusatzfeld für Firmen mit Ladenlokal. Es ist oft der erste Kontakt zwischen deinem Unternehmen und einem Menschen, der gerade ein konkretes Problem lösen will.

Bei B2B-Dienstleistern wird das gerne unterschätzt. «Meine Kunden suchen mich nicht auf Google Maps.» Doch. Vielleicht nicht mit Einkaufswagen in der Hand, aber mit Budget, Problem und wenig Geduld.

Die Karte ist oft dein erster Kontakt

Google bewertet lokale Ergebnisse laut eigener Dokumentation vor allem nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Das klingt trocken, erklärt aber ziemlich gut, warum ein sauberes Profil wirkt.

Relevanz: Versteht Google, was du anbietest?

Entfernung: Passt dein Standort oder Einzugsgebiet zur Suche?

Bekanntheit: Gibt es Signale, dass dein Unternehmen echt, aktiv und vertrauenswürdig ist?

Dein Google Business Profil liefert genau diese Signale: Name, Kategorie, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos, Bewertungen und Website-Link. Ohne Profil fehlt Google ein grosser Teil des lokalen Kontextes. Genau darum ist es die Grundlage von Local SEO.

Nimm ein Unternehmenskonto, nicht dein privates Gmail

Erstelle oder beanspruche dein Profil über Google Business Profile. Verwende ein Konto, das dem Unternehmen gehört. Nicht dein privates Gmail, nicht das Konto eines ehemaligen Mitarbeiters, nicht das Agentur-Konto.

Das klingt langweilig. Ist es auch. Aber genau solche langweiligen Dinge verursachen später die teuersten Probleme.

Wenn dein Profil bereits existiert, beanspruchst du die Inhaberschaft. Wenn Google noch keinen Eintrag kennt, legst du einen neuen an. Wichtig: Der Firmenname muss deinem echten Unternehmensnamen entsprechen. Nicht «Müller Treuhand, bester Steuerberater Bern». Das ist kein SEO. Das ist Keyword-Stuffing im Namensfeld und kann gegen Googles Richtlinien verstossen.

Nimm den Namen, der auf Website, Handelsregister, Rechnungen und Beschilderung steht.

Die Kategorie entscheidet mehr als dein Text

Die Hauptkategorie ist einer der wichtigsten Eingriffe. Google muss verstehen, in welchen lokalen Suchen dein Unternehmen überhaupt auftauchen soll.

Beispiele:

  • Treuhänder: «Treuhandgesellschaft» oder «Steuerberater»
  • IT-Dienstleister: «IT-Dienstleistungen» oder eine spezifischere passende Kategorie
  • Unternehmensberatung: «Unternehmensberater»
  • Ingenieurbüro: «Ingenieurbüro» oder eine fachlich engere Kategorie
  • Webentwicklung: «Webdesigner» oder «Internetdienstanbieter»

Wähle nicht die Kategorie, die am hübschesten klingt. Wähle die, nach der deine besten Kunden suchen würden.

Du kannst Nebenkategorien ergänzen. Aber die Hauptkategorie bleibt der Anker. Schau dir ruhig an, welche Kategorie die stärksten lokalen Wettbewerber nutzen. Nicht zum Kopieren. Zum Verstehen, wie Google den Markt sortiert.

Adresse und Einzugsgebiet müssen glaubwürdig sein

Google fragt, ob Kunden deinen Standort besuchen können. Wenn du ein Büro hast, das Kunden besuchen dürfen, gib die Adresse an. Wenn du keinen Kundenverkehr hast, kannst du die Adresse verbergen und stattdessen dein Einzugsgebiet eintragen.

Wichtig ist Konsistenz. Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall gleich sein: Website, Google Business Profil, local.ch, search.ch, LinkedIn, Branchenverzeichnisse.

Nicht hier «Bahnhofstr. 12» und dort «Bahnhofstrasse 12». Nicht eine alte Telefonnummer in einem Verzeichnis und die neue auf deiner Website. Google muss nicht raten müssen, ob es die gleiche Firma ist.

Die Verifizierung blockiert alles, wenn du sie verschleppst

Nach dem Anlegen musst du das Unternehmen verifizieren. Google entscheidet, welche Methode verfügbar ist: Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video-Verifizierung.

Das ist der Schritt, bei dem viele Profile liegen bleiben. Der Code kommt, landet auf einem Papierstapel, niemand trägt ihn ein. Dann existiert das Profil zwar irgendwo, aber es arbeitet nicht richtig für dich.

Mach es simpel: Sobald du die Verifizierung startest, legst du dir eine Wiedervorlage. Ohne Verifizierung kein sauberer Start.

Ein halbleeres Profil sieht nach Pause aus

Nach der Verifizierung füllst du alles aus. Nicht nur die Pflichtfelder.

Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten, Beschreibung, Leistungen, Buchungs- oder Kontaktmöglichkeit, Firmenattribute, Startdatum, Logo, Titelfoto. Alles, was für einen echten Interessenten relevant ist.

Die Beschreibung muss nicht nach Werbebroschüre klingen. Ein guter Satz reicht oft:

«Müller Treuhand AG unterstützt KMU im Kanton Bern bei Buchhaltung, Lohnadministration, Steuererklärungen und Jahresabschlüssen.»

Klar. Lokal. Verständlich.

Die Leistungsfelder sind ebenfalls wichtig. Trage nicht nur «Treuhand» ein, sondern konkrete Leistungen: Lohnbuchhaltung, Jahresabschluss, Steuerberatung, Gründungsberatung. Das hilft Google und dem Menschen, der gerade entscheidet, ob du passt.

Fotos sind kein Deko-Upload

Ein Profil ohne Fotos wirkt verlassen. Ein Profil mit Stockfotos wirkt noch schlimmer.

Lade mindestens hoch:

  • Logo
  • Titelfoto
  • Aussenansicht oder Bürobild
  • Teamfoto oder Arbeitssituation
  • ein Bild, das zeigt, wo oder wie Kunden dich erleben

Für Dienstleister reichen ehrliche Bilder. Büro, Besprechungszimmer, Team, Gebäude von aussen. Kein perfekt gelecktes Agentur-Shooting nötig. Aber bitte auch kein dunkles Handyfoto um 21:43 Uhr.

Fotos haben 2026 noch einen zweiten Effekt: Sie helfen nicht nur in der klassischen Suche. Sie geben Google Maps und KI-nahen Suchoberflächen mehr Kontext. Wer sichtbar sein will, sollte Google nicht nur Text geben.

Bewertungen sind Trust, nicht Kosmetik

Ein neues Profil ohne Bewertung wirkt wie ein Restaurant ohne Gäste. Vielleicht ist es gut. Aber niemand will der Erste sein, der es testet.

Bitte nach den ersten abgeschlossenen Projekten aktiv um Bewertungen. Nicht mit Druck. Nicht mit gekauften Sternen. Einfach sauber:

«Wenn die Zusammenarbeit für dich gepasst hat, würde mir eine kurze Google-Bewertung helfen. Ein Satz dazu, was wir konkret gemacht haben, reicht völlig.»

Eine Bewertung mit Inhalt ist stärker als fünf Sterne ohne Text. «Saubere Lohnbuchhaltung und Jahresabschluss für unser KMU, pünktlich und unkompliziert» sagt mehr als «Top Service».

Antworte auf Bewertungen. Auch auf positive. Kurz, menschlich, konkret. Das zeigt, dass dein Profil lebt. Und falls Kritik kommt: nicht beleidigt zurückschreiben. Ruhig, sachlich, lösungsorientiert. Das lesen später mehr Menschen, als dir lieb ist.

Was du 2026 nicht machen solltest

Keyword-Stuffing im Firmennamen. Google ist nicht blind.

Falsche Kategorien. Wenn du Treuhänder bist, ist «Unternehmensberatung» vielleicht breiter, aber nicht zwingend besser.

Gekaufte Bewertungen. Kurzfristig verlockend, langfristig dumm.

Eine Adresse eintragen, an der du nicht wirklich bist. Virtuelle Büros und Briefkasten-Konstrukte sind heikel, wenn sie nicht sauber zu Googles Vorgaben passen.

Das Profil einmal einrichten und dann drei Jahre ignorieren. Öffnungszeiten ändern sich. Fotos altern. Leistungen verschieben sich. Bewertungen brauchen Antworten.

Die Website entscheidet nach dem Karten-Klick

Das Google Business Profil bringt dich in die Auswahl. Die Website entscheidet, ob daraus eine Anfrage wird.

Wenn dein Profil gut aussieht, der Klick aber auf eine langsame Startseite ohne klare Leistung, ohne lokale Relevanz und ohne Anfrageweg führt, verlierst du den Interessenten trotzdem. Dann war dein Profil nur der schöne Eingang in ein unaufgeräumtes Büro.

Gerade im Raum Bern sehe ich das oft: Das Profil ist halbwegs gepflegt, aber die Website erklärt nicht, warum genau diese Firma die richtige Wahl ist. Auf der Seite Webagentur Bern zeige ich, wie ich lokale Sichtbarkeit, Website-Struktur und Anfrageführung zusammen denke.

Was du nach dem Einrichten pflegst

Ein gutes Profil ist kein Projekt, das du abschliesst. Es ist ein kleiner Kanal, den du sauber halten musst.

Prüfe monatlich:

  • Stimmen Öffnungszeiten und Feiertage?
  • Sind neue Leistungen dazugekommen?
  • Gibt es neue Fotos?
  • Sind Bewertungen unbeantwortet?
  • Funktioniert der Website-Link?
  • Stimmen Adresse und Telefonnummer noch überall?

Das dauert keine Stunde. Eher 10 Minuten. Aber diese 10 Minuten trennen aktive Profile von digitalen Staubfängern.

Prüfe dein Profil

Wenn du wissen willst, ob dein Google Business Profil und deine Website zusammenarbeiten, prüfe zuerst deinen Auftritt mit dem Website-Check. Du siehst, wo Sichtbarkeit, Technik und Anfrageführung aktuell bremsen.

Wenn du das Ergebnis einordnen willst, schauen wir es in einem Erstgespräch gemeinsam an. Kurz, konkret, ohne Show.

Quellen

Timo Maibach, Gründer von Maibach Systems

Timo Maibach

Informatiker, Webentwickler und Gründer von Maibach Systems. Baut performante Webseiten für B2B-Dienstleister in der Deutschschweiz.

Wie steht deine Webseite da?

Finde in 15 Minuten heraus, wo du Kunden verlierst, kostenlos und unverbindlich.

Kostenlose Performance-Analyse sichern