Wir kennen alle diese E-Mails oder LinkedIn-Posts. Sie klingen perfekt, grammatikalisch makellos und doch irgendwie... tot. Sätze wie "Lassen Sie uns in die digitale Landschaft eintauchen" oder "Wir revolutionieren Synergien". In der Schweiz reagieren wir besonders allergisch darauf. Solche Texte signalisieren Distanz und fehlende Wertschätzung. Wer wie ein Roboter schreibt, wird auch wie einer behandelt – er wird ignoriert.
Das Problem liegt in den Standard-Modellen. ChatGPT und Co. sind auf den Durchschnitt trainiert, und der Durchschnitt ist langweilig und voll von amerikanischen Marketing-Klischees. Für den Schweizer Markt ist das fatal. Hier zählen Nuancen. Ein "ss" statt einem "ß" ist nicht nur Rechtschreibung, es ist ein kultureller Code. Es zeigt: "Ich bin von hier, ich verstehe den Kontext."
Die Lösung ist nicht, KI zu verbieten, sondern sie richtig zu steuern. Wir nutzen bei Maibach Systems "Negative Constraints" – wir verbieten der KI also explizit, glattgebügelte Phrasen zu nutzen. Wir zwingen sie zu Ecken und Kanten. Das Ziel ist Content, der kompetent wirkt, aber menschlich bleibt. Denn am Ende kaufen Menschen immer noch von Menschen, nicht von Algorithmen.


