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Zurück zum Blog Drei Bildschirme mit WordPress, Webflow und Custom-Code nebeneinander , Plattform-Vergleich für Schweizer KMU-Webseiten
· Timo Maibach WebentwicklungWordPressPerformance

WordPress, Webflow oder Custom: Was passt zu deinem KMU?

WordPress-Seiten erreichen in meinen Tests einen PageSpeed-Score von 35 bis 55, Webflow 50 bis 70, Custom-Seiten 95 bis 100. Die Plattform bestimmt das technische Limit deiner Webseite. Kein Plugin und kein Redesign kann dieses Limit überschreiten.


Du brauchst eine neue Webseite. Deine Agentur empfiehlt WordPress. Ein Freelancer sagt Webflow. Und dann liest du irgendwo, dass Custom-Entwicklung besser sei.

Ich baue Custom-Seiten mit Astro. Das heisst: ich habe einen Bias. Ich lege den offen. Was ich dir geben kann: echte Zahlen. Ich habe über 500 Schweizer Dienstleister-Webseiten getestet. WordPress, Webflow, Squarespace, Custom. Die Ergebnisse sind eindeutig.

WordPress

Was dafür spricht

WordPress betreibt laut W3Techs (2025) rund 43% aller Webseiten weltweit. Das bedeutet: Jede Agentur kann WordPress. Jeder Freelancer kann WordPress. Wenn du den Anbieter wechseln willst, findest du sofort jemanden.

Das Plugin-Ökosystem ist riesig. Kontaktformular, Terminbuchung, Shop, Mitgliederbereich. Für fast alles gibt es ein Plugin. Die Lernkurve für einfache Änderungen (Texte, Bilder) ist flach.

Was dagegen spricht

Jedes Plugin lädt Code. Ein typisches WordPress-Setup mit 15 bis 25 Plugins liefert 2 bis 4 MB an den Browser aus. Laut dem HTTP Archive Web Almanac (2024) laden WordPress-Seiten im Median über 2 MB an Ressourcen.

In meinen Tests erreichen WordPress-Seiten von Schweizer Dienstleistern einen durchschnittlichen PageSpeed-Score von 35 bis 55. Das ist rot. Mobile Ladezeiten: 3 bis 6 Sekunden. Google bevorzugt Seiten unter 2,5 Sekunden.

Sicherheit ist das zweite Problem. WordPress ist das meistangegriffene CMS weltweit. Laut Sucuri (2022) laufen über 50% der gehackten Webseiten auf veralteten WordPress-Versionen. Du musst regelmässig Updates fahren. Core, Theme, Plugins. Jedes Update kann Kompatibilitätsprobleme verursachen.

Ein Caching-Plugin verbessert den Score um 5 bis 15 Punkte. Mehr ist auf WordPress kaum machbar. Du optimierst innerhalb eines Systems, das nicht für Performance gebaut ist. Das ist wie Tuning an einem Auto mit zu kleinem Motor. Du kannst ihn frisieren, aber das Limit bleibt.

Für wen WordPress passt

Unternehmen mit komplexen Content-Anforderungen (Blog mit hunderten Artikeln, mehrsprachiger Shop), die ein internes Team für Pflege haben und bei denen Google-Sichtbarkeit nicht der Hauptkanal für Neukunden ist.

Webflow

Was dafür spricht

Webflow ist visuell. Designer können ohne Code arbeiten. Das Ergebnis sieht professionell aus. Hosting ist inkludiert, auf Servern von Webflow.

Der Code, den Webflow generiert, ist schlanker als bei WordPress. In meinen Tests erreichen Webflow-Seiten einen Score von 50 bis 70. Besser als WordPress. Aber nicht gut genug für Top-Rankings bei umkämpften Keywords.

Was dagegen spricht

Vendor Lock-in. Deine Seite gehört Webflow. Du kannst den Code nicht exportieren und woanders hosten. Wenn Webflow die Preise erhöht oder den Dienst einstellt, fängst du bei null an. Das ist kein theoretisches Risiko. Webflow hat die Preise in den letzten Jahren mehrfach angepasst.

Limits. Ab einer bestimmten Komplexität stösst Webflow an Grenzen. Benutzerdefinierte Funktionen, Schnittstellen zu Drittsystemen, spezifische Performance-Optimierungen. Dann brauchst du Custom-Code innerhalb von Webflow, was den Vorteil der visuellen Entwicklung aufhebt.

Performance-Decke. Webflow lädt ein eigenes JavaScript-Framework mit. Bei jeder Seite. Auch wenn sie statisch ist. Das kostet 200 bis 500 KB an unnötigem Code. Für eine 5-Seiten-Firmenseite ist das Overhead, der Rankings kostet.

Für wen Webflow passt

Kleine bis mittlere Projekte, bei denen das Design im Vordergrund steht. Agenturen, die schnell Seiten liefern müssen. Unternehmen, die bereit sind, sich an einen Anbieter zu binden und deren Rankings nicht von Performance abhängen.

Custom-Entwicklung (Astro, Next.js, Svelte)

Was dafür spricht

Volle Kontrolle. Jede Zeile Code existiert, weil sie einen Zweck hat. Kein Plugin-Overhead, kein Template-Ballast, kein Framework-Code den niemand braucht.

In meinen Tests erreichen Custom-Seiten einen PageSpeed-Score von 95 bis 100. Ladezeit unter 1 Sekunde. Core Web Vitals bestanden. Das ist das Fundament, auf dem Google-Sichtbarkeit aufbaut.

Hosting ist günstig oder kostenlos. Eine statische Astro-Seite läuft auf Cloudflare Pages, Vercel oder Netlify. Kosten: CHF 0 bis 20 pro Monat. Keine Wartungs-Updates wie bei WordPress, weil es keine Plugins gibt die veralten können.

Strukturierte Daten, Schema Markup, GEO-Optimierung: alles einbaubar. Keine Plugin-Abhängigkeit. Keine Limits. Du bekommst genau das, was du brauchst.

Was dagegen spricht

Du brauchst einen Entwickler. Nicht jede Agentur kann Custom-Seiten bauen. Textänderungen erfordern entweder ein Headless CMS oder Zugang zum Code. Die Initialkosten sind höher als bei WordPress. Was das genau kostet, habe ich separat aufgeschlüsselt.

Wenn der Entwickler aufhört oder nicht erreichbar ist, brauchst du einen neuen. Guter Code ist lesbar und dokumentiert. Schlechter Code ist ein Problem, egal auf welcher Plattform. Woran du erkennst, ob dein Webentwickler gut ist, hilft dir bei der Einschätzung.

Für wen Custom passt

B2B-Dienstleister, die über Google Kunden gewinnen. Firmen in umkämpften Branchen (Treuhand, IT, Beratung, Ingenieurwesen), bei denen der Unterschied zwischen Platz 3 und Platz 13 Zehntausende Franken pro Jahr ausmacht. Unternehmen, die Unabhängigkeit von einer Plattform wollen.

Die Zahlen im Vergleich

Aus meinen Tests von 500+ Schweizer Dienstleister-Webseiten:

WordPress: PageSpeed-Score 35 bis 55. Ladezeit 3 bis 6 Sekunden. Seitengrösse 2 bis 4 MB. Core Web Vitals: in der Regel nicht bestanden.

Webflow: PageSpeed-Score 50 bis 70. Ladezeit 2 bis 4 Sekunden. Seitengrösse 1,5 bis 3 MB. Core Web Vitals: teilweise bestanden.

Custom: PageSpeed-Score 95 bis 100. Ladezeit unter 1 Sekunde. Seitengrösse 200 bis 500 KB. Core Web Vitals: bestanden.

Laut einer Backlinko CTR-Studie (2024) gehen über 90% der Klicks an die Top 5 auf Google Seite 1. Die Plattform deiner Webseite bestimmt, ob du in dieser Top 5 landen kannst.

Die ehrliche Einordnung

Ich verdiene Geld mit Custom-Entwicklung. Natürlich empfehle ich sie. Hier ist mein ehrliches Kriterium: Wenn deine Webseite ein Vertriebskanal ist, brauchst du das schnellste Fundament, das möglich ist. Wenn sie eine Visitenkarte ist, die du bei Empfehlungen weitergibst, reicht WordPress oder Webflow.

Die meisten B2B-Dienstleister, die ich kenne, unterschätzen, wie viele Anfragen über Google kommen könnten. Weil sie es nie erlebt haben. Weil ihre bisherige Seite nie auf Seite 1 stand.

Dein nächster Schritt

Teste deine aktuelle Seite mit dem kostenlosen Website-Check. Du siehst den Score, die Ladezeit, die Core Web Vitals. Dann weisst du, wo das Limit deiner aktuellen Plattform liegt.

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Timo Maibach, Gründer von Maibach Systems

Timo Maibach

Informatiker, Webentwickler und Gründer von Maibach Systems. Baut performante Webseiten für B2B-Dienstleister in der Deutschschweiz.

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